Kindheit 6.7

Ein Manifest

Über hunderttausend Jahre gab der Sapiens dem Leben einen Sinn. – Bis er sesshaft wurde.
Danach fragten die Menschen über Jahrtausende nach einem Leben und Sinn nach dem Tod. – Was die meisten Kinder nicht verstanden, denn sie lebten weiterhin im Hier und Jetzt.

Im 21. Jahrhundert wird die dringlichste Frage von Kindern und Jugendlichen sein: Gibt es ein (sinnvolles) Leben vor dem Tod?


Die großen Entwicklungen, Fortschritte und Leistungen im kulturellen wie auch im wissenschaftlichen Bereich – und die sind enorm – verdanken wir einzelnen Menschen, oft schon Kindern und Jugendlichen, die vorwiegend durch die Unterstützung ihrer Familie die Möglichkeit hatten, ihrer Intuition und ihren Begabungen zu folgen. Ohne Krippe, Kindergarten und Schul-Druck. Etwa 80 Prozent aller Persönlichkeiten (nicht nur) Europas der letzten Jahrhunderte, die Herausragendes für Kultur, Wissenschaft und Gesellschaft geleistet haben, wurden zuallererst lange familial sozialisiert.


Wir haben in der gesamten industrialisierten Welt den Blick für die Kompetenzen von Kindern verloren und eine Welt erschaffen, die gegenwärtig etwa 50 Prozent(!) der Kinder krank und viele junge Menschen buchstäblich verrückt werden lässt.

Wir haben weltweit und vorrangig in den „hoch entwickelten“ Ländern fast vollständig den Blick für die realen und naturgegebenen Bedürfnisse und das Wesen des Kindes verloren. Mit verheerenden Folgen für Kultur, Wirtschaft, Gesellschaft und Individuum.


Mag. Michael Hüter
KINDHEIT 6.7, jahrelang investigativ recherchiert, ist eine Geschichte der Kindheit und zugleich Zivilisationskritik. Ein leidenschaftliches Plädoyer und Manifest für ein wieder menschenwürdiges und „artgerechtes“ Aufwachsen von Kindern, für eine neue Wertschätzung der familialen Sozialisation und für vollständige Bildungsfreiheit.
Softcover / 480 Seiten
ISBN-978-3-200-05507-0
D: € 24,30
A: € 25,00
Edition Liberi&Mundo, April 2018
BoD BESTSELLER seit 11/2018
Mag. Michael Hüter ist Kindheitsforscher, Pianist und Aktivist.
Biografie

Prof. Gerald Hüther, Neurobiologe:
Endlich ein Buch, das so fundiert so viele Argumente zusammenträgt, die alle deutlich machen, dass es mit unserem Bildungssystem so wie bisher nicht weitergehen kann. Hoffentlich wird es möglichst bald zur Pflichtlektüre für alle Erziehungs- und Bildungsverantwortlichen und zur Lieblingslektüre für Eltern.

Pressestimmen & Statements:

Dr. Hans-Joachim Maaz

Psychoanalytiker, (Bestseller-) Autor

09.10.2018

Artgerechte Kindheit

„Kindheit 6.7“ ist ein Meisterwerk, das eben nicht „nur“ eine Fülle recherchierter Realitäten übermittelt, sondern auch mit nachvollziehbaren Deutungen bereichert. Ich bin emotional aufgewühlt:

Mich erfasst Empörung über die bittere und tragische Entwicklung, dass Kinder nicht mehr „artgerecht“ aufwachsen können, dass die haltgebende Funktion der Familie auf dem „Altar der Ökonomie und Ideologie“ geopfert wird und dass die gegenwärtige Bildungspraxis Kinder mehr in ihrer Entwicklung behindert und krank macht als ihnen hilft, freie, gesunde, aktive und kreative Persönlichkeiten zu werden.

Die Kindheit entscheidet über die Fähigkeit, eine „innerseelische Demokratie“ zu entwickeln, das heißt belastende seelische Erfahrungen – also Ängste, emotionale und körperliche Misshandlungen, seelische Kränkungen und Verletzungen und Liebesmangel – auszublenden oder schmerzlich Erlittenes zu erinnern, emotional zu verarbeiten und damit regulieren zu lernen, um es nicht mehr sozial projektiv zu übertragen, zu denunzieren und bei „Andersdenkenden“ zu bekämpfen. Dazu liefert „Kindheit 6.7“ überzeugende Erfahrungen und Argumente.

„Kindheit 6.7“ ist allen zu empfehlen, die gesellschaftliche Fehlentwicklungen besser verstehen wollen und vor allem nach echten, natürlichen und konstruktiven Möglichkeiten suchen, unsere gefährdete Hochkultur zu retten.

Filminterview mit Michael Hüter zu Kindheit 6.7
Für momag 11/2018

Michael Hüter

RUBIKON

08.11.2018

Beziehung statt Erziehung

Jürg Brühlmann

BILDUNG SCHWEIZ

9/2018

Engagiertes Votum gegen staatlichen Zwang - und für eine "natürliche" Kindheit

Was auffällt: Die Analyse geht weit über die Pädagogik hinaus und versucht auch
wirtschaftliche und politische Überlegungen einzubauen.

Herbert Renz-Polster

Kinderarzt, Wissenschaftler, (Bestseller-) Autor

27.08.2018

Kurzrezension zu Kindheit 6.7 von Michael Hüter

Dieses Buch nimmt sich viel vor: es schildert die Kindheit als Teil unseres zivilisatorischen Prozesses und unsere Behandlung der Kinder als Teil unseres kulturellen (und persönlichen) Dramas. Es behandelt sowohl die Geschichte der Kindheit als auch das aktuelle Tableau, insbesondere seit der "neoliberalen" Wende. Der Blick geht in die evolutionäre Anthropologie, aber auch in die Biographie dutzender herausragender Persönlichkeiten der Geschichte (zu denen auch einige gehören, deren herausragenden Beiträge unterschiedlich bewertet werden, wie etwa Elon Musk). Ein aufwändig recherchiertes Werk und eine echte Fleißarbeit, für die dem Autor zu danken ist.

Doris Kerling

Leserin, Mutter

10.07.2018

Die wahre Geschichte der Kindheit

KINDHEIT 6.7 ist keines der vielen Schulkritik-Bücher der letzten Jahre, sondern möglicherweise die präziseste und ehrlichste Gesamtanalyse zu Kindheit, Familie und Gesellschaft seit Philippe Ariès und Alice Miller.

Von der Lebensweise als „Jäger-und-Sammler“ bis zur Gründung des „heutigen“ Schulwesens und der „Erfindung der Erziehung“, vom 14. bis 16. Jahrhundert, als das Kind erstmals in der Geschichte der Menschheit vom „Subjekt“ zum „Objekt“ wurde, bis hin zu Faschismus, Feminismus, Konsumismus, „Heimchen am Herd“, Krippen- und Schuldebatte, der zunehmenden Kinderarmut im „Doppelpack“ und dem „Future Baby“ (IVF-Babys) wird hier hinter den Erzählungen und Mythen die wahre und vergessene Geschichte der KINDHEIT 6.7 erzählt.

Otto Teischel

Psychotherapeut und Analytiker, Autor, Filmkritiker

07.07.2018

Kindheit 6.7 – Ein Manifest

Michael Hüter hat in seinem umfassenden, überaus gründlich recherchierten und inspirierend komponierten Manifest über die Austreibung der Kindheit auch den heutigen Wissensstand der Kritik an dieser massiven Gewalt zusammengefasst. Gleich sein erstes Hauptkapitel leitet er mit dem Zitat einer Seelenverwandten ein, jener so überaus wichtigen Aufklärerin und Kindheitsforscherin Alice Miller, der sein Buch sicher besonders gut gefallen hätte. Immer wieder finden sich in Hüters Text erstaunlich stimmige Leitsätze und Zitate eingefügt, die seine Ausführungen noch weiter verdichten.

Auf der Grundlage seiner fundierten Kritik, die stets die gesellschaftlichen Zusammenhänge im Blick behält und sich keineswegs nur mit unseren desolaten „Bildungsanstalten“ auseinandersetzt, läuft dieses Manifest letztlich auf die Vision eines anderen, liebevollen, aufmerksamen, solidarischen Zusammenlebens in Familie und Gesellschaft hinaus. Beide Bereiche könnten einander in ihrer schöpferischen Lebendigkeit spiegeln und bestärken.

Die klare Entschiedenheit von Kindheit 6.7 kann in dieser Zeit einer globalen materialistischen Verblendung wie ein befreiender Weckruf wirken. „Ich empöre mich, also sind wir“, schreibt Albert Camus in seinem Essay „Der Mensch in der Revolte“. Solidarität wird die einzige Kraft sein, die uns alle überleben lassen kann. Gerade am Umgang mit ihren Schwachen und Hilfsbedürftigen – den Kranken, „Verrückten“, Alten, Armen, Ausgegrenzten – lasse sich erst die Menschlichkeit oder Unmenschlichkeit einer Gesellschaft erkennen. Darauf wies der Philosoph Michel Foucault (Wahnsinn und Gesellschaft, 1973) immer wieder in aller Deutlichkeit hin.

Michael Hüter erhebt eine wahrhaftig gelebte Solidarität mit unseren Kindern zum wesentlichen Kriterium einer menschlichen Gesellschaft, die dafür angemessene, sichere Rahmenbedingungen zu gewährleisten hätte.